3D Druck

Auf dieser Seite möchte ich euch ein paar Eindrücke über das Thema 3D Druck geben.

Der Drucker

Es gibt 3 verschiedene Arten von 3D Druckern.
1. Drucker mit einer Düse die ein Filament, meistens auf einer Rolle, verarbeiten. Dies sind im Hobby Bereich die am weitest verbreiteten Drucker.
2. Drucker die mit einen UV härtbaren Harz arbeiten
3. Drucker die mit einen Pulfer arbeiten. Diese sind in der Industrie am weitesten verbreitet.

Mittlerweile gibt es auch noch Modelle die Metall drucken können.

Einen einfachen Drucker gibt es mittlerweile ab ca 150€ zu kaufen . Jedoch muss man diese Modelle meistens noch zusammen bauen und sie sind, was die Elektrische Sicherheit angeht, meist nicht nach Deutschen Standard gebaut (China-drucker). Hier sollte man somit noch ein paar Euro in die Sicherheit investieren.

Meinen Drucker habe ich mir auch als Bausatz gekauft. Ein paar Komponenten waren zwar schon vormontiert, aber den Rest musste ich noch zusammen bauen. Dies sollte jedoch für einen halbwegs geübten Modellbauer kein Problem werden und in ca 3 Stunden geschafft sein. Jedoch ist es von Vorteil wenn man des Englischen mächtig ist. Da die Aufbau Anleitungen meist nur in Englisch oder Chinesisch zu finden sind. Aber zum Glück sind viele Bilder mit dabei und es gibt ja zur Not noch Übersetzung`s Programme im Internet zu finden.

Wer es sich nicht traut den Drucker selbst zusammen zu bauen, kann sich auch ein Fertig gerät kaufen. Diese sind dann aber meist etwas teurer.

Mein Drucker hat einen Druckraum von ca 19 x 19 x 17 cm und eine benötigte Aufstellfläche von ca 50 x 50 x 50 cm (L x B x H)

Natürlich habe ich einige Änderungen gemacht um die Sicherheit, aber auch die Qualität zu erhöhen.

 

 

  • So habe ich als erstes eine neue Firmware aufgespielt, was mir einige Vorteile gebracht hat. Unter anderen habe ich dadurch den Vorteil das ich jetzt zugriff auf alle Einstellungen habe und somit alles verändern und vor allen auch Speichern kann. Dies war mit der Original Firmware leider nicht möglich.
  • Zum anderen habe ich die Gewindestangen ausgetauscht. Da sie eine Unwucht hatten und somit zu einen Schlechten Druckergebnis geführt hatten. Denn beim hochfahren der Z Achse, hat sich durch die Unwucht die Düse immer seitlich bewegt.
  • Auch habe ich mir mittlerweile Externe Heizungsregler (Mosfet) eingebaut und diese auch mit einzelnen Sicherungen ausgestattet. Dadurch fliest nicht mehr so viel Strom, immerhin ca 8 Amper für das Heizbett und ca 4 Ampere für die Düse, durch das Steuerbord. Denn es ist leider schon öfter passiert das die Steuerungen abgebrannt sind.
  • Wo ich einmal an der Elektrik war, habe ich auch den Netzanschluss geändert. Den dieser war so angebracht das man beim einstellen des Druckbettes aus versehen die Kontakte des Netzschalter`s hätte berühren können. Da diese nicht Isoliert waren, hätte man da einen Stromschlag bekommen können und das soll angeblich nicht so ganz gesund sein.
  • Als nächstes habe ich mit einen sogenannten “Bed Leveling Sensor” eingebaut. Eigentlich wollte ich mir dadurch das ausrichten des Druckbettes ersparen. Doch hat das leider nicht so funktioniert wie gedacht. Aber mit Hilfe eines anderen Befehl (G30) kann ich mir die Höhe der Ecken auf den Computer ausgeben lassen und somit das Bett schneller ausrichten.
  • Als letztes habe ich mir noch einen Bauteillüfter eingebaut. Dies war mit eine der besten Verbesserungen. Denn dadurch kann ich jetzt auf freistehende Bereiche drucken. Vorher ist mir das Filament immer nach ein paar Millimeter abgerissen.

 

Hier sieht man den geänderten Stromanschluss.

Für den Netzanschluss habe ich mir eine kleine „Kiste“ gebaut. Dadurch ist er weiter nach vorne gerutscht und ich habe nicht mehr die Gefahr das ich aus versehen an die Anschlüsse komme.

Auch am Netzteil habe ich die Netzanschlüsse noch mal mit einer kleinen Holzleiste gesichert.

Das Filament

Für meinen Drucker benötige ich Filament mit einen Durchmesser von 1,75mm. Es gibt aber auch Drucker die mit 2,85mm (3mm) arbeiten.

Es stehen verschiedene Sorten von Filament zur Verfügung.

  • PLA
    Meistens benutze ich Filament aus PLA . Denn dies läst sich recht einfach drucken und ist für die meisten Anwendungen noch ausreichend stabil.
    Die Drucktemperatur liegt bei ca 190-230°C
  • ABS
    Filament aus ABS lässt sich nicht ganz so einfach verarbeiten. Denn es benötigt zum einen Höhere Temperaturen (220-260°C) für die Verarbeitung und zum anderen schrumpft es recht stark, wodurch die Gefahr besteht, das das Bauteil von der Druckplatte abreist.
  • Supportmaterial
    Wenn man schwierige 3D Objekte drucken möchte, benötigt man ab und zu Stützen. Denn die Drucker können leider nicht in die Luft drucken. Der Vorteil von Supportmaterial ist, das es sich, je nach Typ, in Wasser oder Alkohol auflöst.
  • Spezialfilamente
    Ausserdem gibt es noch einige andere Filamente, die z.B. ihre Farbe wechseln können, in der Dunkelheit leuchtet (Glow in the Dark), stromleitend, magnetisch oder flexibel (Gummiartig) sind und vieles mehr.

Die normalen Filamente (PLA und ABS) sind in sehr vielen Farben erhältlich. Es gibt auch ein paar Hersteller die das Filament nach Wunsch einfärben. Dies ist aber natürlich etwas teurer.
Eine 1 kg Rolle PLA kostet meistens zwischen 20 und 30 Euro. Für Spezial Filament kann man aber auch mal 100 Euro pro kg bezahlen. Aber es gibt auch welche (Carbon), für die man 200 Euro für 0,25 kg bezahlen muss.

Software

Für das drucken benötigt man natürlich auch ein bisschen Software. Zum einen die Firmware, die den Drucker selbst steuert. Aber auch eine, mit der man die Modelle die man drucken möchte entwirft. zum Schluss braucht man dann noch eine, die diese Modelle in ein für den Drucker verständliches Format umwandelt.

  • Meine Modelle baue ich mit der kostenlosen Software SketchUp. Diese ist recht leicht zu bedienen und man kann damit schon recht viel machen. Somit dürfte sie für einen Einsteiger eine gute Lösung sein. Natürlich hat sie auch ein paar Nachteile. zum einen braucht es noch zwei Plugin`s (Erweiterungen) um die Dateien in einen für den Slicer benötigtes Format abzuspeichern (STL Import & Export). Zum anderen eines um die Modelle auf Fehler zu überprüfen (Solid Inspector), da dies sonst zu unerwünschten Effekten beim slicen kommen kann.
  • Der Slicer
    Da die Drucker mit den 3D Modellen leider nicht`s anfangen können und man auch noch einstellen möchte wie Dick die Wände werden sollen, wie schnell gedruckt wird und vieles mehr, benötigt man eine Programm, welches das 3D Modell in ein für den Drucker lesbares Format (meistens gcode) umwandelt. Hierfür benutze ich Cura. Es bietet viele Einstellmöglichkeiten bei recht einfacher Handhabung.
  • Die Firmware
    Die auf meinen Drucker vorinstallierte Firmware, habe ich durch Marlin ersetzt. Dies habe ich gemacht, weil ich unter anderen, in der Original Firmware keine Einstellungen abspeichern konnte. Außerdem habe ich in der neuen Firmware viel mehr einstell Möglichkeiten. Wodurch ich auch jederzeit etwas andere Hardware verbauen kann und diese dann in der Software auf den Drucker anpassen kann.

Die 3D Modelle

Wer nicht gleich selber 3D Modelle entwerfen möchte, kann sich auf einigen Wegseiten schon fertige Modelle herunterladen.

  • 3D Warehouse
    Diese Datenbank ist eher für Architektur-, Produktdesign- oder maßstabgetreuen Modellen gedacht. Hier sind vor allen Modelle die mit SketchUp erstellt wurden zu finden.
  • Thingiverse
    Dies ist wohl die größte Datenbank für den 3D Druck. Hier haben viele Nutzer ihre entworfenen Modelle hochgeladen und stellen sie allen anderen zur Verfügung.
  • Natürlich gibt es noch einige andere Datenbanken. Diese sind über die gängigen Suchmaschinen zu finden. Einfach mal “3D Datenbank” eingeben.

Bilder vom Drucker

Der Montierte Bauteil-Lüfter
Der Bed Leveling Sensor

 

 

Die Grundplatte mit Magneten. Dadurch kann ich den Lüfter und Sensor sehr schnell und ohne Werkzeug abnehmen.

 

Die Steuerung.

Die Roten Platinen unten sind die Motortreiber, in der Mitte ist der Prozessor der alles steuert.

Oben sind die auf der Platine verbauten Heizungsregler und die Stecker für dessen Anschluss zu sehen.

Die Dicken Kabel Oben Links sind die Stromversorgung der Platine.

Die beiden Flachbandkabel auf der Rechten Seite gehen zum Display und der SD Karte.

 

Gedruckte Teile

Ein paar der Teile die ich bisher gedruckt habe.

 

Eine Palette und zwei Getränkekisten in Spur IIm (Gartenbahn)

Servohalter für eine Servoweiche

Bauwagen und Betonabsperungen

Ein paar Teile für die Kleinen

Zwei Paletten für die Spur 0

Signalfernsprecher und Klohäuschen

Klebehalter zur Kabelbefestigung

Getränkekiste mit den dazugehörigen Flaschen

Bushaltestelle

Selbstleuchtende Teile für den Weihnachtsbaum

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung

Help-Desk